Gaza: Zahl getöteter Palästinenser steigt auf 114 – darunter 14 Kinder – inzwischen mehr als 10.000 Palästinenser verletzt

Gaza Opfer 01
60 Palästinenser wurden von israelischen Soldaten am Montag getötet. Weitere 2.771 wurden verletzt. Damit war der Montag der blutigste Tag seit dem Gazakrieg 2014. (Foto: qudsn)
Jamal Afaneh
Der 15jährige Jamal Afaneh starb am Samstagabend, nachdem ihm am Freitag israelische Soldaten in den Kopf geschossen hatten. Am Sonntag wurde er beerdigt. (Fotos: qudsn/twitter)

Verheerende Verletzungen

Kind mit Schusswunde Butterfly Kugel in Bein 01
Erneut schossen israelische Scharfschützen am Montag mit explodierender Munition auch auf palästinensische Kinder. Die große Wunde deutet darauf hin, dass der Knochen möglicherweise pulverisiert wurde. Der Junge läuft Gefahr, dass sein Unterschenkel amputiert werden muss. Bisher mussten 20 Beine von Demonstranten amputiert werden, weil die Verletzungen keine Rettung zuließen. (Foto: qudsn)
Kind mit Schusswunde Butterfly-Kugel in Bein 02
Auch diesen Jungen traf ein Butterfly- oder Dum-Dum-Geschoss, Kugeln, die wegen ihrer veheerenden Zerstörungen von Gewebe und Knochen international geächtet sind. (Foto: qudsn)

Krankenhäuser sind überfordert

tent hospital scene 01

tent hospital scene 02

Krankenhaus Gaza 01

Krankenhaus Gaza 02

Ambulance shot with live bullets 02
Am Freitag beschossen israelische Soldaten einen Krankenwagen mit scharfer Munition. Die Kugel durchschlug die Außenwand und blieb im Holm der hinteren Klappe stecken. (Foto: qudsn)
Paramedic Mousa Jabr Abu Hussein killed - funeral
Sein Einsatz für andere bezahlte der Rettungssanitäter Mousa Jabr Abu Hussein am Montag mit dem Leben. Israelische Soldaten erschossen ihn. Am Abend wurde er beerdigt. (Foto: twitter)

Erneut ein doppelt Beinamputierter erschossen

Amputee Fadi Abu Salah killed on 15.05.23018 Gaza
Der schwerbehinderte Fadi Abu Salah war mit seiner Frau und seinen Kindern zum Zeltlager der Demonstranten gekommen. Obwohl er im Rollstuhl keine Gefahr darstellen konnte, erschossen ihn israelische Soldaten. (Foto: qudsn)
Amputee Fadi Abu Salah morgue
Entsetzen und Trauer bei Angehörigen des getöteten Schwerbehinderten Abu Salah. (Foto: qudsn)

Morgue scene 02

Morgue scene 03

Mourning in morgue 01

Mourning in morgue 02

Mourning in morgue 03
Der Vater des 21jährigen Anas Qudeih bricht beim Anblick seines toten Sohnes zusammen. (Foto: qudsn)
4 getötete Demonstranten
Vier von 60 am Montag getöteten palästinensischen Demonstranten: (von oben links im Uhrzeigersinn) Anas Qudeih, das erste Opfer des Tages, Obeida Salem Farhan, Alaa al-Khatib und Mahmoud al-Rantisi. (Fotos: twitter)

Erneut Journalisten angegriffen

15 journalisten beschossen inkl Al Jazeera Korrespondent
Ein Kameramann des Senders Al-Jazeera musste nach Beschuss durch israelische Soldaten von Rettungssanitätern versorgt werden. (Foto: qudsn)
Journalist Yasser Qdeih shot 15.05.2018
Erneut schossen israelische Scharfschützen am Montag Journalisten bei der Arbeit nieder, ungeachtet der Proteste internationaler Journalistenverbände nach der Tötung zweier Kollegen in den letzten Wochen. Der Fotograf Yasser Qdeih musste heute notoperiert werden. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. (Foto: qudsn)
Press under teargas attack 02
Gezielter Beschuss von Kamerateams mit Tränengas, das von einer israelischen Drohne auf sie abgeworfen wurde. (Foto: qudsn)
Tränengas auf Demonstraten weit vom Zaun
Der Abwurf von Tränengas erfolgte zum Teil auf weit vom Grenzzaun entfernte Demonstranten. (Foto: twitter/PN)
Laila Anwar Ghandour, 8 months
Die acht Monate alte Laila Anwar Ghandour erstickte an dem von Israel exzessiv eingesetzten Tränengas. (Fotos: privat)
Laila Anwar Ghandours Mutter nimmt Abschied
Laila Anwar Ghandours Mutter nimmt im Krankenhaus Abschied von ihrer acht Monate alten Tochter. (Foto: quadsn)
Laila Anwar Ghandours Vater nimmt Abschied
Auch Laila Anwar Ghandours Vater nimmt tief bewegt Abschied von der kleinen Tochter. (Foto: qudns)

Internationales Entsetzen

Fröhliche Mienen bei Botschaftseröffnung

US Embassy with pro Trump posters
Großformatige Banner verkleiden die neue amerikanische Botschaft in Jerusalem: „Trump, mache Israel groß“ und „Trump ist ein Freund von Zion“ heißt es auf den Bannern. (Foto: twitter)
Trump poster Israel US flags flowerbed in front of US Embassy
Die Straße zum frisch eingeweihten Botschaftsgebäude in Jerusalem ist mit israelischen und amerikanischen Fahnen sowie Trump-Slogan-Bannern geschmückt. (Foto: twitter)
Israel US flags huge on US 'embassy' building
Überdimensionale Fahnen von Israel und den USA hängen an der Front des neuen Botschaftsgebäudes in Jerusalem. (Foto: twitter)
Ivanka photo opening embassy
Präsidententochter Ivanka Trump zeigt strahlend auf eine Steintafel mit Aufschrift am neuen Botschaftsgebäude in Jerusalem. Zuvor hatte der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin, links neben ihr, mit großer Geste das Tuch weggezogen und die Platte enthüllt. (Foto: twitter)
Outcome of US embassy move - photo criticism of bloody Ivanka Trump
Realität der amerikanischen Botschaftseröffnung in Jerusalem aus Sicht palästinensischer Aktivisten. Während die Amerikaner mit der israelischen Regierung fröhlich feierten, tötete ihr Gastgeber im Gazastreifen 60 Palästinenser – darunter sieben Kinder. (Fotomontage: twitter – auf dem Foto zu sehen: das erste Opfer des Tages, der erschossene 21jährige Anas Qudeih)

3 Gedanken zu “Gaza: Zahl getöteter Palästinenser steigt auf 114 – darunter 14 Kinder – inzwischen mehr als 10.000 Palästinenser verletzt

  1. […] 115* getötete Palästinenser – über 10.000 Verletzte auf palästinensischer Seite – wie kann man da von „Ausschreitungen“ sprechen?! Als Jüdin mit deutscher und israelischer Staatsbürgerschaft bin ich doppelt entsetzt und fordere zusammen mit meinen Bündnispartner von BIB e.V., dem Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung: Herr Maas, stoppen Sie das Töten an Gazas Grenzzaun, anstatt ausgerechnet jetzt die israelische Rüstungsindustrie durch Kauf von Drohnen in Milliardenwert zu befeuern! Setzen Sie sich für die Beendigung der israelischen Besatzung ein – jetzt! bib-jetzt.de (Quelle: palaestina-nachrichten.de) […]

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  2. Unglaublich, diese einseitige Berichterstattung. Dass Tausende von Palästinenser versuchen, die Grenze zu Israel gewaltsam zu durchbrechen um dort unbescholtene Israelis zu terrorisieren, das wird geflissentlich verschwiegen. Wie lange noch müssen wir uns diese Gehirnwäsche gefallen lassen?

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    • Sehr geehrter Herr Künzi, unsere Vermutung, wie lange Sie sich das „noch gefallen lassen“ müssen? So lange die von Ihnen so freundlich als „unbescholtene Israelis“ bezeichneten völkerrechtswidrigen Besatzer palästinensischen Zivilisten, inklusive Kindern, in den Kopf schießen, 117 Palästinenser allein in sechs Wochen töten, über 12.000 zum Teil lebensgefährlich verletzen, obwohl diese für niemanden eine Gefahr darstellten – so lange müssen Sie sich das wohl noch „gefallen lassen“. Sie könnten natürlich auf die unbescholtenen Israelis versuchen einzuwirken, kein Völkerrecht mehr zu brechen, keine Kriegsverbrechen mehr zu begehen, keinen Kindern mehr mit Todesgewalt in den Kopf zu schießen, keine Morde mehr an Zivilisten zu begehen. Wir wären froh, wenn das ein Ende fände und wir dann nicht mehr berichten müssten. Einseitig ist derzeit nur die tödliche Gewalt von Israelis gegen Palästinenser, aber ganz sicher nicht die Berichterstattung. Wo keine Israelis zu Schaden kommen, können wir so etwas auch nicht berichten. Auch nicht Ihnen zuliebe.

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