Antisemitismus: Eine Stellungnahme

Ein Leser übermittelte heute den Antrag aller Berliner Fraktionen an das Berliner Abgeordnetenhaus, Antisemitismus auf das Schärfste zu verurteilen, und fragte die PN Redaktion:

Was sagen Sie dazu?

8 Gedanken zu “Antisemitismus: Eine Stellungnahme

  1. Die Araber sind auch simiten.warum wird Antisemitimus nur auf juden betzogen, und nicht auf Araber, die jeden Tag von Israel diskriminiert aund getötet worden?

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  2. In einem Bericht des zweiten Unabhängigen Expertenausschusses Antisemitismus heißt es:
    „Antisemitismus ist ein Vorurteil, eine Haltung, die sich negativ und irrational auf die Gesamtheit der Juden bezieht. Seit Erfindung dieses Begriffs in Deutschland vor 128 Jahren diente er als Ersatz für den religiös konnotierten Begriff Judenfeindschaft. Neben dem klassischen Antisemitismus beschreibt der Expertenbericht einen „sekundären“ Antisemitismus. Seine Merkmale sind unter anderem die Forderung nach einem „Schlussstrich“ unter die NS-Aufarbeitung und die Leugnung der Schoah. Zusätzlich gibt es eine dritte Variante, den „israelbezogenen Antisemitismus“.“

    Wer „Antisemitismus“ ruft, wo keiner ist, der schadet dem Kampf gegen Antisemitismus.

    Quelle: Das böse Etikett
    Wer über Antisemitismus redet, sollte genau sein – das gilt auch für die israelische Regierung.
    Von Shimon Stein und Moshe Zimmermann
    31. Mai 2017

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  3. „Israel hat den Antisemitismus nie bekämpft, auch nie bekämpfen wollen, sondern vielmehr zum Argument erhoben, ja war nachgerade immer schon daran interessiert, dass es ihn gebe, um eben mit dem Angebot der historischen Alternative für die Juden, dem Zionismus, aufwarten zu können. Zu diesem Zweck ist auch das Schoah-Andenken von Anbeginn ideologisch instrumentalisiert und die „Sicherheitsfrage“ – ungeachtet ihrer realen Dimension – zum nationalen Fetisch erhoben worden.“ Moshe Zuckermann

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  4. „Der Missbrauch von angeblichem Antisemitismus ist moralisch verabscheuungswürdig. Es waren Hunderte von Jahren nötig und Millionen von Opfer, um Antisemitismus – eine spezielle Form von Rassismus, die historisch zum Genozid führte – in ein Tabu zu wandeln. Menschen, die dieses Tabu missbrauchen, um Israels rassistische und genozidale Politik gegenüber den Palästinensern zu unterstützen, tun nichts anderes, als die Erinnerung an jene jüdischen Opfer zu schänden, ….“ Ran Ha Cohen

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  5. Felicia Langer: „„Wir haben kein Recht, als Opfer von gestern Täter von heute zu sein und die Schuldgefühle der anderen, insbesondere der Deutschen, zu instrumentalisieren, um sie, was unsere Taten angeht, zum Schweigen zu bringen. Man muss klar sagen, dass die Instrumentalisierung des Holocaust zur Rechtfertigung unserer Taten gegen die Palästinenser unzulässig ist.“

    Eine wunderbare, sehr mutige Frau und große Humanistin
    ist heute von uns gegangen.

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